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Blog

Recap zur OMX 2019

Die spannendsten Vorträge zur diesjährigen OMX kurz und knackig zusammengefasst, inkl. Key Takeaways.


Charles Bahr OMX | © Erika Mayer

Charles Bahr OMX | © Erika Mayer

 Am 21.11.2019 fand zum 10. Mal die OMX in der Salzburger Brandboxx statt. 34 Speaker auf 3 Stages teilten viele spannende Insights rund um das Thema Online Marketing mit den 900 Teilnehmern. Für alle, die selbst nicht die Möglichkeit hatten dabei zu sein, folgt nun eine kurze Zusammenfassung der diesjährigen Beiträge.

 
Klemens Skibicki: Keynote – Mentale Transformation

Die Keynote zur Jubiläumsausgabe hielt nicht wie ursprünglich geplant Karl Kratz, da dieser krankheitsbedingt absagen musste, sondern Klemens Skibicki. Seine Keynote beschäftigte sich mit dem Thema: Mentale Transformation – aus der analogen Geschichte lernen, um die digital vernetzte Zukunft zu managen? Der Professor für Wirtschaftsgeschichte (#profski) verstand es hervorragend, das Publikum einerseits mit witzigen Anekdoten und andererseits mit fachlichem Know-how zu fesseln. Das Schlüsselwort des Vortrags war Transaktionskostensenkung. Dank seines wirtschaftsgeschichtlichen Backgrounds verdeutlichte Klemens Skibicki, dass der Grund vieler elementarer Fortschritte der Menschheit auf Transaktionskostensenkung zurückzuführen ist. Als Beispiel nannte er unter anderem den Online-Handel. Durch diesen konnten Händler rund um die Welt Transaktionskosten deutlich senken und dadurch erst den Aufstieg von Amazon und Co. ermöglichen. Abschließend warnte er davor, sich mit dem Status Quo zufrieden zu geben, denn der nächste Transaktionskosten-Senker stehe bereits in den Startlöchern.   


Michael Atug: Amazon, Google & Co. – Wo Hass und Liebe dicht beisammen liegen.

In seiner launigen Präsentation plauderte der Werkzeughändler und Geschäftsführer von eCommerce ROCKSTAR aus dem Nähkästchen über seinen Alltag mit Amazon, eBay & Co. Den ersten Hinweis, welchen er dem Publikum mitgab, lautete: „Früher ist vorbei!“ Die Zeiten, mit denen er via eBay & Amazon das Geld per Schubkarre aus dem Laden fuhr, gibt es nicht mehr. Die größte Herausforderung, mit der er sich aktuell herumschlägt, ist nicht zwischen Amazon, eBay & Google zerrieben zu werden. Michael Atug erzählte von schlaflosen Nächten, nachdem er von Amazon eine E-Mail mit dem Betreff: „Ihr Amazon Konto wurde gesperrt“ bekam. Die Kernaussage seines Vortrags war, dass mit Amazon und Co. noch immer gute Geschäfte gemacht werden können, wer jedoch von einer Plattform abhängig ist, wird es schwer haben, schnell auf Veränderungen reagieren zu können.

 

Robert Seeger: Weg mit der Vernunft – her mit den verrückten Ideen

Der studierte Kunsthistoriker und Sohn des Norweger-Pullovers zündete ein komödiantisches Marketing-Feuerwerk. In den ersten 5 Minuten konnte man beinahe den Eindruck gewinnen, bei einer Stand-up-Comedy-Show von Gernot Kulis gelandet zu sein. Die Grundaussage seines Vortrags war: „Sei anders und hör nie auf besser zu werden“. Er verglich die Customer Journey mit einem Barbesuch. Wer auf ein romantisches Abenteuer aus ist, fällt nicht gleich mit der Tür ins Haus (auf die genaue Wortwahl Seegers wird aufgrund von Jugendschutz verzichtet), sondern bereitet den Abschluss seiner „Conversion“ sorgsam vor. Diesem Ansatz folgend stellte er eine Case Study vor, bei der auf kreative Art und Weise die einzelnen Schritte der Customer Journey abgearbeitet wurden, um am Ende des Tages Karten für ein Leichtathletik-Event zu verkaufen.    

 

Charles Bahr: Recruiting der Generation Z – ein Deep Dive in die Welt von TikTok, Snapchat & Co.

Charles Bahr, der Online Marketing Star der GenZ, hat im Alter von 14 Jahren seine eigene Influencer-Marketing Agentur gegründet und hält mittlerweile Vorträge auf diversen Konferenzen. Das erste Keylearning dieser Präsentation war, dass die Gen Z sich nicht über ihr Alter definiert, sondern darüber, selbst aktiv Inhalte gestalten zu wollen, anstatt diese nur zu konsumieren. Dies ist auch der Grund, warum Instagram, Snapchat, TikTok und Twitch so gut bei der GenZ ankommen. TikTok wird aktuell deshalb so gehypt, weil die geposteten Videos sehr authentisch sind und quasi von jedem nachgemacht werden können. Die TikTok Stars sind somit sehr nah an ihrer Zielgruppe dran, was wiederum spannend für Onlinemarketer ist. Ganz im Gegensatz zum Hochglanzformat Instagram. Aus diesem Grund wird zukünftig der Begriff Youngfluencer immer mehr an Bedeutung gewinnen. Daraus ergibt sich jedoch auch, dass sich die Anforderungen an guten Content für die GenZ geändert haben. Cooler Content ist jener, der schnell und einfach reproduzierbar ist und nicht jener, der von einem riesigen Team produziert wird. Dieser Ansatz lässt sich auch auf das Recruiting der GenZ übertragen: Wie müssen sich Arbeitgeber zukünftig präsentieren, um Talente begeistern zu können? An 1. Stelle steht Ehrlichkeit. Die ausgeschriebene Stelle soll so dargestellt werden, wie sie wirklich ist und nicht als „Ponyhof“. Eine Möglichkeit wäre, den Usern mit kurzen Videos einen ehrlichen & charmanten Einblick in das Unternehmen zu liefern. Diese werden sich dadurch eher mit der angebotenen Stelle und dem Unternehmen identifizieren.


Lara Marie Massmann: Was SEAs von SEOs lernen können – und umgekehrt

Im Optimalfall arbeiten SEOs und SEAs als Team zusammen! Wie das am besten funktionieren kann, zeigte Lara Marie Massmann. Wird zum Beispiel in der SEA-Analyse festgestellt, dass sehr viele Klicks über gewisse Keywords laufen, für die es keine Landingpage gibt, macht es Sinn, dieses Wissen mit den SEOs zu teilen, um gemeinsam neue Landingpages zu erstellen. Weiters können aufgrund von Keyword- Learnings Produkttitel etc. angepasst werden. Auch bezogen auf die Textierung kann es zu teamübergreifenden Synergien kommen. Gibt es Meta Titels, Descriptions, Beschreibungen oder CTAs, die via organischer oder bezahlter Suche gut performen, können Texte entsprechend adaptiert werden. Stellt das SEO-Team fest, dass für gewisse Keywords bereits ein sehr gutes organisches Ranking vorhanden ist, kann diskutiert werden, ob bezahlte Gebote für diese Keywords via SEA überhaupt nötig sind. Hier besteht nämlich die Gefahr einer Kannibalisierung mit folgendem Dilemma. Im SEO-Team bricht Panik aus, da der organische Traffic über Nacht eingebrochen ist. Im SEA-Team hingegen wird gejubelt, da die eben aktivierte Kampagne super performt. Dieses separierte Vorgehen kommt immer wieder vor, macht gesamtstrategisch jedoch wenig Sinn, da am Ende des Tages einzig und allein der Gesamtumsatz des Unternehmens zählt.

 

Michaela Linhart: Datendifferenzen in Analytics vermeiden, bereinigen und interpretieren

Diese oft diskutierte Thematik fasste Michaela Linhart wie folgt zusammen. Grundsätzlich stellen sich hier drei Fragen: 1. Wieso Datendifferenzen? 2. Wie Datenabweichungen reduzieren? 3. Wie Datendifferenzen argumentieren? Datendifferenzen entstehen, da unterschiedliche Tools unterschiedliche Messmethoden verwenden. So misst Google Ads z.B. Ad-Klicks, während Google Analytics Sessions misst. Ein weiterer Grund für Datendifferenzen können Cookie- oder Ad-Blocker sein. Ein weiterer Grund warum es zu Datendifferenzen kommen kann, ist der Einsatz unterschiedlicher Attributionsmodelle. Die Voraussetzung zur Reduktion von Datenabweichung ist sauberes Tracking. Im nächsten Schritt kann dann über Multi-Channel Funnel-Analysen der Datensatz besser bewertet werden. Am besten kann Datenabweichung wie folgt argumentiert werden. Wie oben genannt wird es immer eine gewisse Datenabweichung geben – diese kann bis zu 30% betragen. Durch sauberes Tracking, einer realistischen Attribution und Multichannel-Analysen können Datenabweichungen aber verringert und besser damit umgegangen werden.

 

Gero Wenderholm: Voice Commerce – Die Revolution des Onlinehandels

In seinem Vortrag clusterte Gero Wenderholm Voice Commerce in die Teilbereiche Voice Marketing, Voice Services, Voice Produkte & Voice Check-Out. Bezogen auf Voice Marketing könnten zukünftig Anzeigen mit Usern interagieren, sprich die Ad stellt eine Frage und der User antwortet. Den Begriff Voice Services erklärte Gero Wenderholm anhand eines Alexa-Skills für eine Klinik, welcher auf einfache medizinische Fragen antwortet. Dies macht auch insofern Sinn, da Studien zeigten, dass dass Menschen lieber über technische Assistants als mit Menschen kommunizieren, wenn sie den Kundenservice kontaktieren. Ein Voice Produkt wäre zum Beispiel ein digitaler Personal Trainer, welcher das Fitnesstraining anleitet. Unter Voice Check-Out werden Tools verstanden, die die Bestellung von Waren im E-Commerce mittels eigener Stimme möglich machen. Ein Beispiel wäre hier die Bestellung einer Pizza. Den Vorbehalt Datenschutz wischte Gero Wenderholm mit einem Zitat von Sascha Lobo vom Tisch: „Die Weltmacht Bequemlichkeit schlägt alles, sogar deutsche Bedenken.“   

  
Felix Beilharz: 12 frische Social-Media Tipps (und 6 schlechte Digital-Witze)

Den Abschluss der 10. OMX bildete der Vortrag von Felix Beilharz, in dem er für Jedermann/-frau anwendbare Social-Media Tipps gab. Vorab, woran erkennt man, dass man alt geworden ist? Daran, dass man seine Netflix-Serien um 20:15 Uhr zu schauen beginnt. ? Mit diesem und fünf weiteren Witzen lockerte Felix Beilharz seine Präsentation auf und konnte dem Publikum zwischendurch den einen oder anderen Lacher entlocken. Hier die 12 Tipps kurz zusammengefasst:

  1. Mit Triggern für Viralität und Interaktionen arbeiten. Diese Trigger können z.B. Selbstironie oder Charity sein.
  2. Kreiere zweistufigen Content. Im konkreten Fall postete ein Fitnessgeräte-Hersteller Content, den die jeweiligen Fitnessstudios aufgreifen und reposten konnten.
  3. Farbverlauf im Text auf Instagram Stories. Mit diesem Hack kann man seine Story von anderen abheben.
  4. Zoom in Instagram Stories. Auch dieses „Stilmittel“ schafft vermehrte Aufmerksamkeit.
  5. Nutzung des Facebook Video Creation Kit. Ein im Business Manager integriertes Tool, dass die Erstellung von Videos auf Facebook erleichtert.
  6. TikTok Videos als GIFs speichern.
  7. Ad burn verhindern. Ändert man bei einem Facebook-Video nur Kleinigkeiten (z.B. die erste Szene), wirkt das gleich, als ob es sich um ein neues Video handeln würde.
  8. Pinterest Shares finden. Dies lässt sich unter pinterest.com/source/[domain] herausfinden.
  9. Call-to-actions in organische Facebook Posts integrieren.
  10. URLs aus Social Network Cache entfernen.
  11. Effektivere Insta Stories. Hier wurde anhand von Eye-Tracking analysiert, wohin die Aufmerksamkeit der User wandert und ob diese Aufmerksamkeit richtig gesteuert wurde.
  12. Verwendung von Deeplinks in Apps.

….und zum Abschluss: Woran erkennt man, dass man wirklich alt ist? Daran, dass man vor‘m Verlassen einer Webseite für den nächsten User nach oben scrollt!  

  

Den digitale Experten bei elements liegt uns Fort- und Weiterbildung besonders am Herzen, daher ist die OMX ein Fixstarter in unserem Terminkalender. Wenn auch Sie die oben gelesenen Innovationen für Ihr Unternehmen nutzen wollen, stehen Ihnen die elements.at Marketing Heroes mit Rat und Tat zur Seite.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! 

 

Social OMX | © Erika Mayer

Social OMX | © Erika Mayer

Speaker OMX | © Erika Mayer

Speaker OMX | © Erika Mayer

Social OMX | © Erika Mayer

Social OMX | © Erika Mayer

Seeger OMX | © Erika Mayer

Seeger OMX | © Erika Mayer